HUNDEJOGGER – TIPPS ZUR EINGEWÖHNUNG

Hundejogger oder -anhänger werden auf den ersten Blick oft von Spaziergängern belächelt, wenn sie registrieren, dass in dem Wagen kein Kind sondern ein Hund sitzt. Auf den zweiten Blick macht die Anschaffung eines Hundejoggers /-anhängers aber sehr viel Sinn. Bei Junghunden gilt es am Anfang die Gelenke zu schonen und keine zu langen Strecken zu laufen. Für erwachsene Hunde und Senioren oder gesundheitlich eingeschränkte Vierbeiner stellt der Hundejogger eine mobile Pausenmöglichkeit und Entlastung dar. Wir Menschen brauchen weniger Pausen einlegen oder können unseren Vierbeiner auch mit dem Fahrrad längere Strecken mitnehmen.

Neben der Auswahl des passenden Gefährts stellt sich dann auch direkt die Frage: Wie gewöhne ich denn meinen Hund daran?
So hat es bei mir funktioniert:
1. Woche:
o Nach Ankunft des Hundejoggers/-anhängers habe ich diesen zusammengebaut und einfach im Flur oder im Gart

en stehen lassen sowie eine Kuscheldecke und ein Kuscheltier reingelegt. Der Jogger sollte stabil stehen und nicht wackeln.
o Meine Hunde konnten den Jogger ausgiebig beschnüffeln und erkunden. Jetzt sind meine Jungs sehr neugierig und schnell auch von selbst in den Wagen rein und raus gesprungen.

o Dies habe ich stimmlich und mit Leckerlis bestärkt und es gab auch etwas zum Knabbern im Wagen
o (z.B. Kaustange, Kong, etc.).
o Ab dem zweiten Tag wurde der Wagen auch schon zum Schlafen oder Ruhen ausgesucht und war akzeptiert.

2. Woche:
o Ab und an habe ich meine Hunde aktiv dazu aufgefordert in den Jogger zu springen – bzw. habe ich sie auch rein und raus gehoben.
o Dann habe ich den Jogger einfach ein paar Schritte bewegt und die Hunde mit Leckerlis belohnt und gelobt. Wenn sie unruhig wurden bin ich sofort stehen geblieben, um zu verhindern, dass sie in Panik rausspringen. Mein Ziel war, dass sie während des Schiebens ruhig im Jogger bleiben. Und sie durften auch immer wieder raus und rein.
o Ich habe immer nur ein paar Minuten über den Tag verteilt trainiert und aufgehört, wenn es besonders gut geklappt hat.
o Am Ende der zweiten Woche konnten wir schon einen kleinen Spaziergang machen.

ab der 3. Woche:
o Die Spaziergänge mit dem Jogger habe ich immer weiter ausgedehnt und die Schwierigkeit von glatten Untergründen bis hin zu Wald- und Schotterwegen langsam gesteigert.
o Ich habe meine zwei immer wieder gelobt und mit Leckerlis belohnt.
o Wenn ich gemerkt habe, es wird zu viel habe ich Pausen gemacht, ne kleine Ruhe- oder Spassübung eingebaut und die Hunde einfach mal laufen lassen. Denn auch das neben her laufen musste ja geübt werden

Heute nutzen wir den Jogger ganz selbstverständlich. Meine Hunde legen oder setzen sich entspannt ab und schlafen sogar darin. Ich bin froh sie so auch auf längeren Ausflügen mitnehmen zu können ohne die Sorge, sie zu überanstrengen.

Hinweis: Dies sind unverbindliche Hinweise auf Basis meiner Erfahrung mit MEINEN Hunden. Passen Sie das Vorgehen und Tempo IHREM Hund an. Lieber einen Schritt langsamer oder zurück damit ihr Hund den Jogger akzeptiert.

Sind Sie sich unsicher, haben Fragen oder benötigen Sie Hilfe? Gerne helfen Ihnen dabei erfahrene Hundetrainer und Hundeschulen wie z.B. Kristina und Marion von @WirSchlawiner weiter.

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